Unruhen in Südafrika
Zehn Menschen sterben nach Gedränge in geplündertem Einkaufszentrum
Nach den tagelangen Ausschreitungen in Südafrika ist die Zahl der Toten auf 45 gestiegen. Hintergrund der Ausschreitungen ist die Inhaftierung des früheren südafrikanischen Staatschefs Jacob Zuma. Wie es weitergeht, ist ungewiss.
Zwei Polizisten nehmen einen Mann in einem geplünderten Supermarkt fest Foto: AFP
Bei den tagelangen Ausschreitungen in Südafrika infolge der Inhaftierung von Ex-Präsident Jacob Zuma sind bislang mindestens 45 Menschen ums Leben gekommen. Allein aus Zumas Heimatprovinz KwaZulu-Natal meldete der dortige Regierungschef Sihle Zikalala am Dienstag 26 Tote. Allein zehn Leichen seien nach einem Gedränge in einem geplünderten Einkaufszentrum im Johannesburger Vorort Soweto in der Provinz Gauteng gefunden worden, sagte der Chef der Provinzregierung, David Makhura, am Dienstag. Dort hatte es laut Polizei am Montag eine Massenpanik gegeben. Die Ausschreitungen und Plünderungen dauerten am Dienstag den fünften Tag in Folge an, obwohl die Regierung bereits das Militär in die betroffenen Regionen entsandt hat.