Analyse

Xi steckt mit seiner Null-Covid-Strategie im Dilemma

Die seltenen Straßenproteste in chinesischen Städten waren nach Einschätzung von China-Experten das bisher stärkste Zeichen an Unmut über die Null-Covid-Strategie Pekings – und der stärkste öffentliche Widerstand, den Präsident Xi Jinping in seiner politischen Karriere zu spüren bekam.

Chinas Präsident Xi Jinping hat sich mit seiner Null-Covid-Strategie, die kaum durchzuhalten ist, persönlich angreifbar gemacht

Chinas Präsident Xi Jinping hat sich mit seiner Null-Covid-Strategie, die kaum durchzuhalten ist, persönlich angreifbar gemacht Foto: Jack Taylor/Pool/AFP

Seit den Protesten auf dem Platz des Himmlischen Friedens im Jahr 1989 hatten nicht mehr so viele Chinesen Verhaftungen und andere Konsequenzen riskiert, um für ein einziges Thema auf die Straße zu gehen. Und die Warnungen der chinesischen Führung vor einem harten Vorgehen zeigt, wie ernst Xi das Thema nimmt. Doch er steht nach Ansicht von Katja Drinhausen von der China-Denkfabrik Mercis vor einer schwierigen Gratwanderung: Er muss einerseits den Kurs lockern – darf aber andererseits angesichts der niedrigen Impfquote nicht riskieren, dass die Corona-Situation in dem Land mit 1,4 Milliarden Einwohnern außer Kontrolle gerät.

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