Bosnien
Wirtschaftliche Folgeschäden der Hochwasserkatastrophe machen zu schaffen
Noch sind nicht alle Opfer der Hochwasserkatastrophe in Bosnien geborgen. Doch bereits jetzt hat der dysfunktionale Balkanstaat an den Folgeschäden schwer zu tragen – und für die Geißel der Korruption einen hohen Preis zu bezahlen: Zumindest die fatalen Erdrutsche hätten vermieden werden können.
Nicht nur Überschwemmungen, sondern auch ein Erdrutsch setzt den Menschen in Donja Jablanica zu Foto: AFP/Elvis Barukcic
Bosniens normalerweise smaragdgrüne Flussperle trägt einen schlammigen Trauerflor. Zehn Tage nach den Überschwemmungen und Erdabgängen an der Neretva treibt noch immer ein Tausende von Tonnen schwerer Teppich von in den Fluss gespülten Autoreifen, Müllsäcken, Baumstümpfen, Plastikflaschen und Unrat auf den braun getrübten Fluten.