Asylpolitik in Europa

Wiener Konferenz nur auf illegale Migration fokussiert

Einigkeit im Kampf gegen illegale Migration, aber keinen Fortschritt im Ringen um eine gemeinsame EU-Asylpolitik brachte eine hochkarätig besetzte Konferenz in Wien.

Österreichs Innenminister Karl Nehammer (M.) und sein deutscher Amtskollege Horst Seehofer (r.) scheinen sich mit EU-Kommissar Margaritis Schinas (l.) darin einig zu sein, die Zahl der Asylsuchenden vor allem durch Abschottung zu reduzieren

Österreichs Innenminister Karl Nehammer (M.) und sein deutscher Amtskollege Horst Seehofer (r.) scheinen sich mit EU-Kommissar Margaritis Schinas (l.) darin einig zu sein, die Zahl der Asylsuchenden vor allem durch Abschottung zu reduzieren Foto: AFP/APA/Herbert Neubauer

Innenminister bzw. Staatssekretäre aus 12 EU-Staaten und sechs Ländern des Westbalkans berieten zwei Tage lang über die altbekannte, zahlenmäßig allmählich wieder Vor-Corona-Niveau erreichende Problematik, für die der österreichische Gastgeber Karl Nehammer (ÖVP) am Donnerstag eine angeblich gar nicht erwartete Lösung präsentierte: Wien wird Sitz einer neuen „Koordinationsplattform“ für Migrationspolitik, was schon insofern bemerkenswert ist, als Österreich sich als eines von wenigen europäischen Ländern vor zwei Jahren dem UNO-Migrationspakt verweigert hatte.

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