USA
Wie mit der Manipulation des Wahlkreis-Zuschnitts Wahlen gewonnen werden
Der erbitterte Streit zwischen den Republikanern und Demokraten in Texas um den Neuzuschnitt von Wahlkreisen dreht sich um die in den USA häufig vorkommende Praxis des „gerrymandering“. Dabei handelt es sich um eine Neuordnung von Wahlkreisen mit parteipolitischen Zielsetzungen – also mit der Absicht, der eigenen Partei bei kommenden Wahlen Vorteile zu verschaffen.
Im Kapitol von Texas in Austin konnte nicht abgehstimmt werden, da sich 50 demokratische Abgeordnete außerhalb der Grenzen de Bundesstaates befanden Foto: Getty Images via AFP
Der Begriff „gerrymandering“ setzt sich zusammen aus dem Namen von Elbridge Gerry, einem Gouverneur von Massachusetts aus dem 18. Jahrhundert, und dem Wort Salamander. Gerry hatte einen Wahlbezirk in seinem Bundesstaat derart zu seinem Vorteil zugeschnitten, dass er die Form eines Salamanders annahm.