Unruhe in der City of London

Wie Europas wichtigster Finanzplatz wegen der Politik um seine Reputation bangt

Die Konservativen wollen den Finanzplatz London stärker an die politische Kandare nehmen. Das versetzt die City in helle Aufregung. 

„Ausgesprochen törichte Pläne“: Blick auf die Londoner City

„Ausgesprochen törichte Pläne“: Blick auf die Londoner City Foto: Reuters/John Sibley

Am wichtigsten Finanzplatz Europas herrscht Unruhe über weitreichende Pläne der konservativen Regierungspartei zur Neuordnung der Aufsicht über die City of London. Beide Bewerber um die Nachfolge Boris Johnsons als Premierminister wollen die Unabhängigkeit der Bank of England sowie des Finanzaufsehers FCA beschneiden. Einem Gesetzentwurf des früheren Finanzministers Rishi Sunak zufolge soll der Regierung die gesetzliche Möglichkeit eingeräumt werden, umstrittene Entscheidungen zu überprüfen und notfalls rückgängig zu machen. Die haushohe Favoritin, Außenministerin Liz Truss, will offenbar weitergehen und die derzeit auf drei Institutionen verteilte Aufsicht in einer Mammutbehörde zusammenfassen. Zentralbank-Gouverneur Andrew Bailey bangt um „unsere internationale Reputation“.

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