Lateinamerika
Wie Autokraten und Drogenkartelle voneinander profitieren
Die organisierte Kriminalität hält die meisten lateinamerikanischen Länder im Würgegriff. Die Regierungen setzen verstärkt auf ein hartes Durchgreifen und repressive Maßnahmen, ohne die eigentlichen Ursachen zu bekämpfen. Zugleich sinkt das Vertrauen in die Demokratie. Eine Analyse anhand der Beispiele Ecuador und El Salvador.
Ecuadorianische Marinesoldaten am 4. Juni in Manta. Präsident Noboa will die Polizei- und Armee-Headquarter vorübergehend in die Hafenstadt verlegen. Foto: Gerardo Menoscal/AFP
Marta ist entsetzt. Noch eine Woche nach der Rückkehr aus ihrer Heimat wirkt sie aufgebracht. „Dabei ist es vielmehr die Enttäuschung“, sagt die in Luxemburg lebende Ecuadorianerin, die nicht mit ihrem richtigen Namen genannt werden will. „Ich habe schon viel davon gehört, wie sich die Lage verschlechtert hat. Doch dass es so schlimm sein würde, hätte ich nicht gedacht.“