Am Mittwoch in Luxemburg
„Wie Ameisen“: Gaza-Film „Naza“ zeigt die Logik hinter Israels KI-Krieg
Der Gaza-Film „Naza“ beleuchtet die Systematik hinter der KI-gepowerten Tötungsmaschinerie der israelischen Armee im Gazastreifen. Die israelische Regierung unterstellt den Filmemachern „Verrat am Staat“. Am Mittwoch läuft der Film erstmals in Luxemburg.
Szene des Films „Naza“: Über den Dächern Tel Avivs geht es hinein in die Abgründe des Gazakriegs Foto: The Guardian/dpa
Psychologen hätten sie keine gebraucht, sagt einer der interviewten Soldaten und Offiziere. Die Armee wollte seiner Einheit welche zur Verfügung stellen, immerhin ging es um das Töten auch unbeteiligter Zivilisten. Doch der Mann sagt, seine Einheit habe keinen Psychologen gebraucht. Das Töten von Hunderten und Tausenden Palästinensern aus der Ferne per Drohne habe „einfach Spaß gemacht“. Der Mann sitzt abends im Dunkeln auf einem Hochhaus mitten in Tel Aviv, die Fragen stellt Regisseur Yuval Abraham, der den Dokumentarfilm zusammen mit Rachel Szor gedreht hat.
Die Stimmen aller interviewten Militärangehörigen sind verfremdet, ihre Gesichter bleiben im Schatten. Sie dürfen nicht erkannt werden. Die Männer und Frauen, die bereit waren, in „Naza“ das Vorgehen der israelischen Armee zu enthüllen, riskieren viel. Israels Regierung widerspricht den Zeugen wütend.