Deutschland

Wenn rechte Medien und Abtreibungsgegner ein Anliegen teilen

Die Debatte in Deutschland um die Richterkandidatin Frauke Brosius-Gersdorf zeigt, welche dramatischen Auswirkungen Kampagnen von rechten Nachrichtenportalen haben können. Das hängt mit einem gesellschaftlich höchst sensiblen Thema zusammen: dem Schwangerschaftsabbruch.

Nach einer Schmutzkampagne von Rechtspopulisten gegen ihre Person, der vor allem Abgeordneten der Unionsparteien auf den Leim gingen, hat die Juristin Frauke Brosius-Gersdorf einen schweren Stand

Nach einer Schmutzkampagne von Rechtspopulisten gegen ihre Person, der vor allem Abgeordneten der Unionsparteien auf den Leim gingen, hat die Juristin Frauke Brosius-Gersdorf einen schweren Stand Foto: dpa/Britta Pedersen

Es passiert nicht häufig, dass Online-Schmutzkampagnen eine solche Wucht entfalten wie kurz vor der parlamentarischen Sommerpause im Bundestag. Die gescheiterten Wahlen für drei Richterposten am Bundesverfassungsgericht an jenem 11. Juli haben gezeigt, welche Schlagkraft sie bekommen, wenn das Vertrauen in Politik und Medien schwindet – und wenn sie sich um ein ethisch sensibles Thema drehen, das seit einiger Zeit Emotionen schürt und zunehmend spaltet: den Schwangerschaftsabbruch.

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