Deutschland
Warum die AfD in Meinungsumfragen zugelegt hat
Seit der Bundestagswahl legt die AfD in Umfragen weiter zu. Was sind die Gründe? Auf die parlamentarische Praxis dürfte sich das zunächst nicht auswirken – aber auf den aktuellen Zeitgeist.
Trotz steigender Umfragewerte: Der Widerstand gegen die AfD in Deutschland ist groß Foto: AFP/Ralf Hirschberger
Viel müssen die Parteivorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla für die Umfragewerte der AfD derzeit nicht tun. Am Wochenende lag die in Teilen rechtsextreme Partei erstmals gleichauf mit der Union. Am Montag wurde eine weitere Erhebung von Insa für die Bild-Zeitung veröffentlicht, wonach Union und AfD beide auf 24,5 Prozent kamen – für die AfD ein Rekordwert. Zur Erinnerung: Bei der Bundestagswahl am 23. Februar wurden CDU und CSU zusammen mit 28,6 Prozent stärkste Kraft, erst mit deutlichem Abstand gefolgt von der AfD mit 20,8 Prozent. In den vergangenen Wochen wurde dieser Vorsprung aber laut Umfragen immer geringer. Was sind die Gründe?