Parlamentswahlen

Wählt Kosovo sich noch tiefer in die Krise?

Zum dritten Mal in 16 Monaten wählen die Kosovaren am Sonntag ein neues Parlament. Ein Ausweg aus der Dauerkrise scheint angesichts mangelnder Konsensbereitschaft der Volksvertreter kaum in Sicht. Ein Grund: Der Unwille oder das Unvermögen von Noch-Premier Kurti (VV), sich mit der Opposition zu verständigen – und die Macht zu teilen.

Albin Kurti, zukünftiger Premier, steht vor großer Herausforderung – symbolische Szene zu „Sein oder Nichtsein“

„Sein oder Nichtsein“: Auf den wohl künftigen Premier Albin Kurti wartet eine schwere Aufgabe Foto: AFP

Immer zu Wahlkampfzeiten streift sich Kosovos geschäftsführender Premier Albin Kurti die Spendierhosen über. Nicht nur 100 Euro pro Nase an „Inflationshilfe“ hat der Vormann der linkspopulistischen Vetevendosje (VV) allen Rentnern, Studenten, Kindern und Beschäftigten in der Privatwirtschaft vor den vorgezogenen Parlamentswahlen am Sonntag gelobt. Noch 2026 werde seine Regierung das Recht auf ein 13. Monatsgehalt gesetzlich regeln, verspricht der 51-jährige Stimmenjäger: „Unser Ziel ist es, in Absprache mit den Sozialpartnern schrittweise auch ein 14. Monatsgehalt einzuführen.“

Zum dritten Mal in 16 Monaten wählen die Kosovaren am Sonntag ein neues Parlament. Doch trotz aller Wahlversprechen scheint ein Ausweg aus Kosovos Dauerkrise angesichts der mangelnden Konsensbereitschaft von Regierungs- und Oppositionsparteien kaum in Sicht. Ein Grund: Der Unwille oder das Unvermögen von Noch-Premier Kurti (VV), sich mit der Opposition zu verständigen – und die Macht zu teilen.

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