Ungelöstes Historienrätsel

Warum Wissenschaftler gerade im Trierer Palastgarten buddeln

Der Palastgarten ist ein großer weißer Fleck auf dem archäologischen Stadtplan Triers. Dort erstreckte sich im vierten Jahrhundert der Palastbezirk römischer Kaiser. Aber wie er aussah, gehört noch zu den ungelösten Historienrätseln der ältesten Stadt Deutschlands. Eine Ausgrabung, die gerade begonnen hat, könnte etwas Licht ins Dunkel bringen.

Auf den Spuren der römischen Kaiser: Archäologische Grabung im Palastgarten. Dort stand einst der Palast der in Trier residierenden römischen Imperatoren

Auf den Spuren der römischen Kaiser: Archäologische Grabung im Palastgarten. Dort stand einst der Palast der in Trier residierenden römischen Imperatoren Foto: Trierischer Volksfreund/Roland Morgen

Die öffentliche Aufmerksamkeit ist Maria Carmen D’Onza und ihrem Team gewiss: Die Archäologinnen graben auf der Liegewiese im Trierer Palastgarten, vor den Augen von Sonnenanbetern, Spaziergängern, Touristen. Zuschauen kann da jeder, wenngleich ein Zaun für den nötigen Sicherheitsabstand sorgt. Aber wie war das vor 17 Jahrhunderten, als sich hier, zwischen Konstantin-Basilika und Kaiserthermen, der Palastbezirk erstreckte, die Machtzentrale des Weströmischen Reiches? War das Regierungsviertel tabu oder durfte das „gemeine Volk“ hier ebenfalls flanieren? Genau dieser Frage geht die Grabung nach, ein Projekt der Technischen Universität (TU) Darmstadt in Kooperation mit der Trierer Außenstelle der Landesarchäologie, die nur einen Steinwurf entfernt am Rheinischen Landesmuseum angesiedelt ist.

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