Hintergrund

Warum Russland in der Ukraine besser dasteht, als wir uns glauben machen

Wer gewinnt gerade in der Ukraine? Nach anfänglichen Erfolgen gegen die russischen Invasoren müssen die Ukrainer nun vermehrt Rückschläge einstecken. Über diese wird aber weniger berichtet. Das könnte sich rächen. Und dürfte auch nicht im Interesse Kiews und des Westens sein.

Ein ukrainischer Soldat in der Nähe von Charkiw: In der Ukraine liegen auch zahllose Straßen, Brücken und Industrieanlagen in Schutt und Asche

Ein ukrainischer Soldat in der Nähe von Charkiw: In der Ukraine liegen auch zahllose Straßen, Brücken und Industrieanlagen in Schutt und Asche Foto: AFP/Dimitar Dilkoff

Ukrainische Traktoren, die russische Panzer abschleppen. Mit der „Moskwa“ wurde das Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte einfach versenkt. Kiew und Charkiw erfolgreich verteidigt. Zuletzt das Fiasko für die russischen Streitkräfte, als einer ihrer Verbände an einer Flussüberquerung im Osten der Ukraine aufgerieben wurde. Die Nachrichten von den Erfolgen der ukrainischen Soldaten im Kampf gegen die russischen Invasoren finden ihren Weg verlässlich in die westlichen Medien. Den Underdog zu bejubeln, fällt leicht. Doch die Erfolge des russischen Aggressors anzuerkennen, ist schmerzhafter, und so wird den russischen Fortschritten weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Die Augen vor ihnen zu verschließen, dürfte aber ein Fehler sein. Denn die Anfangserfolge der Ukrainer waren genau das: Anfangserfolge. Ein Sieg ist das aber noch lange nicht.

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