Dauerthema Zugverbindung
Wallonischer Regierungschef Elio Di Rupo zu Besuch bei Xavier Bettel
Der wallonische Ministerpräsident Elio Di Rupo traf sich gestern in Luxemburg mit Premierminister Xavier Bettel, um unter anderem auszuloten, wie die bereits bestehende Zusammenarbeit weiter ausgebaut werden könnte – etwa im Transportwesen.
Maskenlos ist draußen kein Problem: Der luxemburgische Premierminister Xavier Bettel verlegte die Sitzung mit dem wallonischen Ministerpräsidenten Elio Di Rupo auf die Terrasse des Ministeriums Foto: Editpress/Alain Rischard
Es ist im Laufe der Jahre sozusagen zur Tradition geworden: Jedes Mal, wenn sich Regierungschefs aus Belgien – ganz gleich, ob von föderaler oder regionaler Ebene – mit ihrem luxemburgischen Amtskollegen treffen, wird sich über die schlechte Zugverbindung zwischen Luxemburg und Brüssel geärgert. Das ist mittlerweile eine Konstante in den belgisch-luxemburgischen Beziehungen. So auch gestern, als Xavier Bettel aufzählte, in welchen (neun an der Zahl) Bahnhöfen die stündlich abfahrenden Züge zwischen Brüssel und Luxemburg stehen bleiben. Und die Fahrtzeit für die rund 200 Kilometer daher mittlerweile mehr als drei Stunden in Anspruch nimmt. Es sei „wichtiger“, hier etwas zu unternehmen, meinte der luxemburgische Premierminister. Denn Luxemburg liege auf halbem Weg zwischen Brüssel und Straßburg und er finde es beschämend, dass die Leute den Umweg über Paris bevorzugten, um eine der EU-Hauptstädte zu erreichen. Er werde daher weiter „dafür kämpfen“, dass Luxemburg „nicht zum Bermuda-Dreieck“ dieser Verbindungen werde und es zu Verbesserungen auf der Zugstrecke nach Brüssel komme, versicherte Bettel.