Naturkatastrophen

Waldbrände in Südeuropa halten Feuerwehren in Atem

In den französischen Pyrenäen kämpften Einsatzkräfte am Sonntag auf einer Fläche von fast tausend Hektar gegen die Flammen. In Portugal und Spanien brachten Feuerwehrleute zwei Waldbrände weitgehend unter Kontrolle. Im Norden Griechenlands loderte nahe der bei Touristen beliebten Großstadt Thessaloniki ein heftiges Feuer in einem Industriegebiet.

Waldbrand bei Oraiokastro nördlich Thessaloniki mit Flammen, die Fabriken und Wohnhäuser bedrohen

Flammen erhellen den Himmel, während ein Waldbrand Fabriken in Brand setzt und Wohnhäuser im Vorort Oraiokastro nördlich von Thessaloniki in Griechenland bedroht Foto: AFP

Nach Behördenangaben brach das Feuer in den französischen Pyrenäen am Samstagabend in einem schwer zugänglichen Gebirgsgebiet in Trévillach nahe der Grenze zu Spanien aus. Mehr als 580 Feuerwehrleute waren, unterstützt von Löschflugzeugen, im Einsatz, um den Brand etwa 35 Kilometer westlich der Stadt Perpignan zu bekämpfen.

Die Präfektur wies die Bürgermeister angrenzender Gemeinden an, Bewohner von verstreut liegenden Häusern im Rathaus zusammenzubringen, um sie im Notfall schützen zu können. Notunterkünfte wurden eingerichtet. Ein weiterer Waldbrand auf einer Fläche von etwa 300 Hektar wurde am Sonntag aus einem unbewohnten Gebiet im Südosten Frankreichs gemeldet.

Evakuierungen in Griechenland

In Griechenland kämpften laut griechischen Medienberichten Feuerwehrleute gegen einen Brand in einer Recyclinganlage und einer Textilfabrik nahe Thessaloniki. Wie auf Aufnahmen des Senders ERT zu sehen war, stieg aus der Recyclinganlage dichter Rauch auf und hüllte weite Teile von Thessaloniki ein. Die Flammen rückten auf Wohnhäuser im Vorort Oreokastro zu, die Behörden ordneten Evakuierungen an. Für mehrere bei Touristen beliebte griechische Regionen galt am Sonntag wegen hoher Temperaturen und heftigen Winds die zweithöchste Warnstufe wegen „sehr hoher“ Waldbrandgefahr. Betroffen waren unter anderem der Großraum Athen und die Insel Kreta.

Im Norden Portugals bekämpften rund 1200 Feuerwehrleute einen Waldbrand, bei dem seit Donnerstag mindestens 13.000 Hektar Vegetation vernichtet wurden. Am Sonntag war die Lage weitgehend unter Kontrolle, wie ein Sprecher des Zivilschutzes berichtete. Für sechs Regionen in der Mitte und im Süden des Landes galt eine Hitzewarnung vor Temperaturen von mehr als 40 Grad.

Nahe der spanischen Touristenregion Costa Brava brachten Feuerwehrleute einen Waldbrand weitgehend unter Kontrolle, der bislang mehr als 2200 Hektar Vegetation in einem Naturschutzgebiet verwüstete. Die Feuerwehr erwartete am Sonntag nach eigenen Angaben einen „schwierigen Tag“, insbesondere angesichts einer neuen Hitzewelle, die das Land erfasste. Die Einsatzkräfte hätten „ohne Unterlass die ganze Nacht“ gekämpft, um den Brand einzudämmen.

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