Laut Sipri-Bericht

Waffenhandel legt weltweit um 9,2 Prozent zu

Europaweit verdreifachten sich in den vergangenen fünf Jahren die Einfuhren schwerer Waffen im Vergleich zur vorherigen Fünfjahresperiode (plus 210 Prozent). Weltweit legte der Handel mit schweren Waffen im selben Zeitraum um 9,2 Prozent zu. Das geht aus einem am Montag veröffentlichten Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri hervor.

USS Gerald R. Ford Flugzeugträger der US Navy symbolisiert US-Vormachtstellung im internationalen Waffenhandel

Der US-Flugzeugträger USS Gerald R. Ford: Beim Handel mit schweren Waffen haben die USA ihre Vormachtstellung ausgebaut Foto: Costas Metaxakis/AFP

Europa importierte rund ein Drittel aller weltweit gehandelten schweren Waffen, fast die Hälfte (48 Prozent) kam aus den USA. Der Kontinent wurde laut Sipri erstmals seit den 1960er Jahren zur wichtigsten Importregion für schwere Waffen.

Treiber dieser Entwicklung waren Sipri zufolge vor allem der Krieg in der Ukraine, die Ungewissheit über die Bündnistreue der USA innerhalb der NATO und die daraus folgenden deutlich gestiegenen Rüstungsausgaben vieler europäischer Staaten. Auch auf der Exportseite spielt Europa eine wachsende Rolle: Allein die Ausfuhren der 27 EU-Mitgliedstaaten stiegen laut Sipri um 36 Prozent.

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