Kanaren
Vulkan ausgebrochen: Tausende Menschen auf der Flucht
Um 15.12 Uhr (16.12 Uhr mitteleuropäischer Zeit) begannen die Krater auf der Kanareninsel La Palma, Feuer zu spucken. Zuerst hörten die Menschen im Südwesten der zu Spanien gehörenden Urlaubsinsel eine laute Explosion. An mehreren Stellen riss die Erde in der Gebirgskette Cumbre Vieja (Alter Gipfel) auf. Aus den Öffnungen flogen Gesteinsbrocken. Glühend-flüssiges Magma quillt seitdem aus mehreren Kratern und fließt den Berg hinunter Richtung Meer.
Vulkanausbruch auf der Kanareninsel La Palma: Die Gebirgskette Cumbre Vieja ist Schauplatz des gefährlichen Naturspektakels Foto: AFP/Désirée Martin
Die Eruption hatte sich durch tagelange kleine Erdbeben auf der Insel angekündigt. Insgesamt waren in der vergangenen Woche mehr als 25.000 Erdstöße festgestellt worden. Der heftigste ereignete sich am frühen Sonntagmorgen mit einer Stärke von 3,8 auf der Richterskala und war auf der gesamten Insel spürbar. Die Epizentren der Erdstöße lagen stets im Süden und Südwesten der Insel und hatten sich zuletzt immer mehr der Erdoberfläche genähert.