Europawahl
Von der Leyen während TV-Debatte unter Rechtfertigungs-Druck
Bei einer offiziellen TV-Debatte im Europaparlament in Brüssel ist die konservative Spitzenkandidatin für die Europawahl, Ursula von der Leyen, am Donnerstag unter Druck geraten.
Die Spitzenkandidaten Ursula von der Leyen (l.), für die Europäische Volkspartei, und Nicolas Schmit, für die Sozialdemokratische Partei Europas Foto: Geert Vanden Wijngaert/AP/dpa
Die amtierende EU-Kommissionspräsidentin, die eine zweite Amtszeit anstrebt, musste sich für ihre Zusammenarbeit mit Rechtspopulisten und für ein Kooperations- und Migrationsabkommen mit Tunesien rechtfertigen. „Frau von der Leyen, schaffen Sie endlich Klarheit“, forderte der Spitzenkandidat der Sozialdemokraten, Nicolas Schmit. Die CDU-Politikerin müsse erklären, ob sie nach der Wahl am 9. Juni mit Rechtskonservativen von der EKR (Europäische Konservative und Reformer) oder Rechtsextremen von ID (Identität und Demokratie) kooperieren wolle. Bisher agiere sie in einer „Grauzone“.