Klimaforscher über den Sommer 2026

„Viele der extremen Ereignisse wären ohne den Klimawandel nicht möglich“

Hitze, Trockenheit, Waldbrände und Niedrigwasser: Deutschland erlebt einen Sommer, der Rekorde bricht. Der Klimaforscher Mojib Latif erklärt, warum der Rheinpegel gerade so niedrig ist, wie der schlechte Zustand der Wälder zu erklären ist – und was er der Politik rät.

Nach dem Brand: Rauch steigt aus dem verbrannten Boden im Naturschutzgebiet Hohes Venn in Belgien auf

Nach dem Brand: Rauch steigt aus dem verbrannten Boden im Naturschutzgebiet Hohes Venn in Belgien auf Foto: Nicolas Lambert/dpa

Rekordhitze, Trockenheit, Waldbrände: Wie außergewöhnlich ist dieser Sommer, Herr Latif?

Mojib Latif: Der diesjährige Sommer ist tatsächlich außergewöhnlich, weil bereits eine Reihe von Allzeitrekorden gebrochen wurde. Der Rheinpegel ist gerade so niedrig wie noch nie seit Beginn der Messungen, auch bei den Temperaturen gab es neue Höchstwerte. Zugleich ist dieser Sommer Teil einer Entwicklung, die sich seit Jahren abzeichnet. Waldbrände, Niedrigwasser und extreme Hitze sind nichts Neues. Wir müssen deshalb endlich aufhören, nur darüber zu reden, was Klimaschutz kostet. Die Schäden, die durch unterlassenes Handeln entstehen, werden sehr viel teurer.

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