Analyse von außen
Trumps Tragödie der Irrungen: Wie Krisen die Weltwirtschaft verändern
Irren ist menschlich, doch manche Fehler haben weitreichende Folgen. Demokratie setzt deshalb auf Kontrolle und Abwägung, um Entscheidungen mit großer Tragweite gemeinsam zu treffen und das Risiko gravierender Fehlentwicklungen zu begrenzen.
Manche Menschen neigen stärker zu Fehlern als andere, schreibt Joseph E. Stiglitz Foto: AFP
Es ist wahr, wie Alexander Pope einst sagte, dass Irren menschlich ist. Doch während jeder fehlbar ist, neigen manche Menschen stärker zu Fehlern als andere. Das ist eine Rechtfertigung für die Demokratie – dafür, Entscheidungen, die eine große Zahl von Menschen betreffen, deliberativen Prozessen zu unterziehen, die Kontrollmechanismen beinhalten. Die Geschichte autoritärer und absolutistischer Herrschaft strotzt von Persönlichkeiten, deren Fehler sich nicht nur für sie selbst, sondern auch für die von ihnen regierten Gesellschaften als katastrophal erwiesen.