Iran-Krieg

Trump kündigt Gespräche zwischen Israel und dem Libanon an – Beirut dementiert Pläne

US-Präsident Donald Trump hat direkte Gespräche zwischen Israel und dem Libanon angekündigt. Während er von einem historischen Treffen spricht, dementieren libanesische Kreise entsprechende Pläne.

US-Präsident Donald Trump spricht vor dem Oval Office im Weißen Haus bei einer offiziellen Ansprache

US-Präsident Donald Trump spricht vor dem Oval Office des Weißen Hauses Foto: Alex Brandon/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump hat für Donnerstag Gespräche auf höchster Ebene zwischen Israel und dem Libanon angekündigt. Er wolle eine „kleine Atempause zwischen Israel und dem Libanon schaffen“, schrieb Trump am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social. Die Anführer beider Länder würden erstmals seit rund 34 Jahren miteinander sprechen, fügte er hinzu, ohne Angaben zu den Teilnehmern zu machen. Aus hochrangigen Kreisen des Libanons wurden entsprechende Pläne jedoch dementiert.

„Wir haben keine Kenntnis über einen geplanten Kontakt mit der israelischen Seite und wurden auch nicht über offizielle Kanäle darüber informiert“, erfuhr AFP aus hochrangigen Kreisen in Beirut.

Erstmals seit mehr als drei Jahrzehnten hatten diplomatische Vertreter Israels und des Libanon am Dienstag in Washington direkte Gespräche geführt. Das Treffen endete ohne konkrete Ergebnisse.

Israel und der Libanon unterhalten bisher keine offiziellen diplomatischen Beziehungen und befinden sich formell seit 1948 im Kriegszustand.

Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar hat die pro-iranische Hisbollah ihre Angriffe auf Israel wieder verstärkt. Israel flog daraufhin massive Luftangriffe auf Ziele im Libanon und schickte Bodentruppen über die Grenze.

3 Kommentare
John G. 16.04.202612:57 Uhr

Des POTUS‘ „Ankündigungen“ sollten zwischen vier gepolsterten Wänden bleiben, und die Öffentlichkeit davor durch das Arztgeheimnis bewahrt werden.
Was aktuell jenseits des Atlantiks vorgeht, ist ( um es im Sinne des POTUS‘s zu sagen) der größte internationale politische Skandal seit es die Demokratie gibt.

Yves ALTWIES 16.04.202612:40 Uhr

"Er wolle eine „kleine Atempause zwischen Israel und dem Libanon schaffen“, schrieb Trump am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social"

Das Problem besteht darin dass niemand mehr Donald ernst nimmt. Die libanesische Fuehrung ist sich dessen voll bewusst u. spielt seinen Verbuendeten in die Karten um Trump zu Fall zu bringen. Trump ist wegen seiner charakterlichen Veranlagung ausser Stande zur gegebenen Zeit, besser den Mund zu halten.

Luxmann 16.04.202610:13 Uhr

Trump kuendigt sachen an, die dann andere dementieren.
Da er morgen wieder das gegenteil sagt, weiss man sicher nur eines...man weiss nie wo man dran ist.

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