Bye-bye, Homeoffice?
Trotz Energiekrise: Telearbeit-Abkommen mit Nachbarländern laufen aus – Verhandlungen mit Deutschland
Stau auf der A6: Während der Stoßzeiten sind die Pendlerrouten Luxemburgs wieder überlastet wie vor der Pandemie Foto: Vincent Lescaut
Ein Hoch auf die Technologie! Die Kinder schreien, die Suppe kocht über, der Nachbar hört laut Musik – aber immerhin zwei Stunden Fahrerei zur Arbeit gespart. Tausende Pendler aus Deutschland, Frankreich und Belgien haben während der Pandemie zu Hause ihre Büroarbeit geleistet – das Internet machte es möglich. Die Gründe dafür, dass Unternehmen ihren Mitarbeitern das erlaubten oder sie sogar dazu animierten, waren klar: Das Corona-Virus legte die Gesellschaft lahm und keine Firma wollte einen „Cluster“ in den eigenen vier Bürowänden riskieren, der die halbe Arbeitnehmerschaft flach legte. Hinzu kam, dass Arbeitnehmer mit Kindern vor große Aufgaben gestellt wurden, als die Kinderbetreuungseinrichtungen pandemiebedingt ebenfalls ihre Türen schlossen. Und nicht zuletzt stellte sich der banale Grenzübertritt für einige Pendler in den Hochzeiten der Lockdowns als kompliziert dar: Insbesondere Deutschland machte dem „kleinen Grenzverkehr“ aus und nach Luxemburg mit Kontrollen und Risikoeinschätzungen das Leben schwer.