Polizei-Team
Tote Studentin in Trier: Jetzt ermittelt die Soko „Nordallee“
Nach dem gewaltsamen Tod einer Studentin in der Nordallee Trier ermittelt eine Sonderkommission. Die Polizei hält Informationen zurück. Das hat einen wichtigen Grund.
Im Studihaus der Universität Trier ist ein Ort des stillen Gedenkens eingerichtet worden – in den vergangenen Tagen sind zwei Studenten der Universität Trier gewaltsam ums Leben gekommen Foto: Birgit Reichert/dpa
Seit eine Studentin am vergangenen Wochenende in ihrer Wohnung in der Nordallee getötet wurde, ermittelt die Polizei in Trier auf Hochtouren. Nach Auskunft von Michael Notzon, Leiter der Pressestelle des Trierer Polizeipräsidiums, wurde eine Sonderkommission namens „Soko Nordallee“ gebildet, in der Spezialisten aus verschiedenen Bereichen eng zusammenarbeiten, „um möglichst schnell möglichst viele Informationen zusammenzutragen“.
In der Regel setzen sich solche Sokos aus Experten für Spurensicherung, IT-Auswertung oder Zeugenvernehmung zusammen. Das Team kann sich ganz auf diesen einen Fall konzentrieren – was aktuell auch deswegen wichtig erscheint, weil davon auszugehen ist, dass ein mutmaßlicher Mörder oder „Totschläger“ auf freiem Fuß ist. „Am Anfang gibt es noch keine deliktische Einordnung“, sagt Notzon. Diese erfolge erst, wenn alles ausermittelt sei.