Afghanistan

Taliban wollen vorerst die Städte verschonen

Die in Afghanistan vorrückenden Taliban wollen die Kämpfe nach eigenen Angaben nicht in die Städte hineintragen. Ein Taliban-Anführer rief gestern die Bewohner umzingelter Städte beim Onlinedienst Twitter auf, sich stattdessen mit den Taliban in Verbindung zu setzen. Gleichzeitig warnte er die Türkei vor einer Einmischung in Afghanistan: Jede ausländische Truppenpräsenz werde als „Besatzung“ betrachtet.

Ein Kind neben seinem Zuhause auf einem Hügel in Kabul am 13. Juli 2021

Ein Kind neben seinem Zuhause auf einem Hügel in Kabul am 13. Juli 2021 Foto: AFP/Sajjad Hussain

Von den „Bergen und Wüsten“ hätten sich die Kampfhandlungen mittlerweile an die „Türen der Städte“ fortbewegt, doch wollten die Taliban „keine Kämpfe innerhalb der Stadt“, erklärte Amir Chan Muttaki, einer der Anführer der radikalislamischen Miliz in der Twitter-Botschaft. Er rief die Bewohner auf, die Taliban zu kontaktieren und so „Schaden an ihren Städten zu verhindern“. Bereits bei ihrer ersten Machtübernahme in den 1990er Jahren hatten die Aufständischen darauf gesetzt, Städte zu belagern und deren Aufgabe zu verhandeln.

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