Messerangriff
Student in Trier auf offener Straße getötet: 22-Jähriger soll in Psychiatrie
Laut Trierer Staatsanwaltschaft war der Angreifer zum Tatzeitpunkt wahrscheinlich schuldunfähig. Über den Antrag entscheidet nun ein Gericht.
Ein 22 Jahre alter Student wurde im Juli laut Staatsanwaltschaft von einem Gleichaltrigen angegriffen Archivfoto: Harald Tittel/dpa
Wegen der Tötung eines Studenten auf offener Straße im rheinland-pfälzischen Trier soll ein 22-Jähriger dauerhaft in die Psychiatrie. Die Staatsanwaltschaft in Trier stellte nach Angaben vom Dienstag eine entsprechende Antragsschrift in dem Sicherungsverfahren. Es sei wahrscheinlich, dass der Mann zum Tatzeitpunkt wegen einer psychischen Erkrankung schuldunfähig war.
Laut eines vorläufigen Gutachtens habe der 22-Jährige zum Tatzeitpunkt an wahnhafter Realitätsverkennung und Verfolgungsängsten gelitten. Deswegen sei er nicht in der Lage gewesen, sein Verhalten zu steuern.
Mit Messer ins Herz gestochen
Der 22-Jährige soll den gleichaltrigen Studenten nicht gekannt haben und ihm im Juli zufällig auf einer Straße begegnet sein. Obwohl der Student ihm keinen Anlass dazu gegeben habe, soll der 22-Jährige ihn unvermittelt angegriffen haben. Er habe ihn vom Gehweg auf die Straße gestoßen und mit einem Messer auf ihn eingestochen. Einer der Stiche traf ihn ins Herz.
Daraufhin brach der Student zusammen, er erlag seinen Verletzungen wenig später in einem Krankenhaus. Der 22-Jährige wurde kurz darauf nahe des Tatorts festgenommen. Weil er laut Gutachten wegen seiner psychischen Erkrankung zum Tatzeitpunkt schuldunfähig war, kann keine Anklage gegen ihn erhoben werden. Die Staatsanwaltschaft stellte in dem Sicherungsverfahren daher den Antrag, den 22-Jährigen dauerhaft in einer forensischen Psychiatrie unterzubringen. Sie geht von einem Totschlag aus.
Über den Antrag muss das Landgericht Trier entscheiden. Der 22-Jährige ist einstweilig in einer geschlossenen forensischen Psychiatrie untergebracht.
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