Neuer König
„So blöd bin ich auch wieder nicht“: Charles III. hat sich Jahrzehnte lang auf seine Aufgabe vorbereitet
Immer häufiger haben die Briten in den vergangenen Jahren einen Ausblick auf die Regentschaft von König Charles III. erhalten. Bei der Weltklimakonferenz COP26 im vergangenen November übernahm der am längsten wartende Thronfolger Großbritanniens die Aufgaben des Staatsoberhauptes ebenso wie im Frühjahr bei der Thronrede im Londoner Parlament. In einem Lebensabschnitt, da die meisten seiner Zeitgenossen längst im Ruhestand sind oder sich zumindest darauf vorbereiten, übernimmt der 73-Jährige nun den Thron von seiner verstorbenen Mutter.
Mit dem Tod von Queen Elizabeth II. ist Charles III. neuer König Foto: AFP
Es gab Lebensphasen, in denen dem als grüblerisch beschriebenen Prinzen Amtsunlust nachgesagt wurde. Als Beleg angeführt wurden Halbsätze des Prinzen wie: „… wenn ich einmal nachfolgen muss“. Dabei klang darin lediglich der echte Zwiespalt durch, den wohl viele Menschen in vergleichbarer Lage wahrnehmen würden: Dass nämlich dieser 8. September 2022 gleichzeitig der Todestag seiner Mutter ist. Aber gerade weil er die Mutter liebte und respektierte, besteht für diesen tief religiösen Menschen kein Zweifel: Deren Nachfolge ist die ihm zustehende, ja von Gott gewollte Aufgabe.