Irland

Sinn Féin, wie eine Partei vom Sprachrohr der IRA zum Hoffnungsträger vieler Iren wurde

Trotz ihres historischen Wahlsiegs in Irland ist die republikanische Sinn-Féin-Partei künftig nur zweitstärkste Kraft im neuen Parlament. Ein politisches Erdbeben ist das gleichwohl. Partei-Chefin Mary Lou McDonald spricht von „Revolution“ und will jetzt erste Premierministerin ihres Landes werden.

„Ich denke, es wäre eine tolle Sache“: Mary Lou McDonald will Irlands erste Premierministerin werden

„Ich denke, es wäre eine tolle Sache“: Mary Lou McDonald will Irlands erste Premierministerin werden Foto: AFP/Paul Faith

Am Sonntag, einen Tag nach der Wahl, spricht Mary Lou McDonald von einer „Revolution“. Ihre Anhänger jubeln. Sie wissen, ihre Parteichefin übertreibt nicht. Seit Dienstag sind die Ergebnisse der Parlamentswahl in Irland ganz ausgezählt. Jetzt ist auch die Gewissheit da: Zum ersten Mal seit dem Bürgerkrieg 1923 ist die Partei Sinn Féin meistgewählte Partei in der Republik. „Wir haben kein Zwei-Parteien-System mehr in Irland“, ruft McDonald. Nun will die 50-Jährige Regierungschefin werden. „Ich denke, es wäre doch eine tolle Sache, einen Sinn-Féin-Premier und auch noch eine Frau auf diesem Posten zu haben“, sagte McDonald am Dienstag in Dublin.

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