250 Jahre Unabhängigkeit

Sind die USA wirklich das „Land of the Free“?

Am 4. Juli 1776 nahmen Abgesandte der 13 amerikanischen Kolonien offiziell eine Erklärung an, mit der sich die Vereinigten Staaten von Amerika von Großbritannien lösten. Die USA gelten damit als die älteste kontinuierliche Demokratie der Welt. Was hinter dem Freiheitsgedanken der Amerikaner steckt und ob daran (noch) was dran ist.

Freiheitsstatue auf Liberty Island am 1. Juli vor 250 Jahre USA Unabhängigkeitsfeier

Die Freiheitsstatue auf Liberty Island am 1. Juli, vor den Feiern zu 250 Jahren Unabhängigkeit der USA Foto: Angela Weiss/AFP

„Freedom“ ist vor allem ein Gefühl. „Freedom’s just another word for nothin’ left to lose“, sang Janis Joplin in ihrem berühmten Song „Me and Bobby McGee“, was bedeuten würde, dass nur wer arm ist, frei sei, und nichts mehr zu verlieren hat. Wie kann das Freiheit sein in einem Land wie den USA, in dem es vor allem um Eigentum geht? „Freedom“ bedeutet in diesem Sinne vor allem ein Lebensgefühl – die Freiheit, die eigenen Entscheidungen zu treffen, oder die Freiheit, die eigene Meinung zu sagen.

Es hat 33 Jahre gedauert, bis ich zum ersten Mal die Statue of Liberty in echt im New Yorker Hafen zu Gesicht bekam. Vorher hatte ich sie schon tausendmal im Fernsehen bestaunen können – in Serien und Spielfilmen, in Comics und Fotobänden. Die kulturelle Hegemonie der Vereinigten Staaten hat die nach dem Zweiten Weltkrieg aufgewachsenen Europäer geprägt: musikalisch von Blues und Jazz, von Rock und Pop, von Funk und Soul. Filme aus Hollywood dominieren den europäischen Markt laut Angaben des European Audiovisual Observatory mit mehr als zwei Dritteln bei Streaming-Diensten nach wie vor.

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