Neue Repressionswelle in Belarus

Sicherheitsorgane dürfen nun Schusswaffen gegen Demonstranten einsetzen

In Belarus haben die Behörden das wichtigste unabhängige Nachrichtenportal des Landes vom Netz genommen. Auch sonst wächst der Druck auf die Opposition.

Umarmung: Journalistin Borisewitsch nach ihrer Freilassung

Umarmung: Journalistin Borisewitsch nach ihrer Freilassung Foto: AFP

Mitten in einer neuen Repressionswelle gegen unabhängige Medien in Belarus wurde am Mittwoch Katerina Borisewitsch aus dem Gefängnis entlassen. Sechs Monate hatte die junge Journalistin in der Stadt Gomel für einen Videostream für das Nachrichtenportal tut.by aus einem Minsker Hinterhof eingesessen. Dort hatten im Herbst Anwohner gegen die Ermordung des oppositionellen Künstlers Raman Banadarenka durch Schergen des autokratischen Regimes protestiert. Banadarenka war mit Todesfolgen zusammengeschlagen worden, als er die Entfernung verbotener weiß-rot-weißer Bänder, der Erkennungsfarben der Opposition sowie der traditionellen Landesflagge von 1918 und 1991, stören wollte.

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