EU-Finanzminister
Sechsergruppe will bei der Kapitalmarktunion mehr Tempo machen
Das „Europa der zwei Geschwindigkeiten“ nimmt Gestalt an. Was lange nur ein Slogan für ungeduldige EU-Politiker war – die Bildung von kleinen, aber schnellen Ländergruppen, die andere mitziehen –, soll jetzt bei der seit Jahren stockenden Kapitalmarktunion ausprobiert werden. Dies sagte der deutsche Finanzminister Lars Klingbeil nach einer Ratstagung mit seinen EU-Amtskollegen in Brüssel.
Der deutsche Finanzminister Lars Klingbeil mit den Amtskollegen aus Frankreich, Roland Lescure, und Kanada, François-Philippe Champagne: Der Deutsche hat ein eigenes Format unter den EU-Finanzministern initiiert Foto: Frederic Sierakowski/European Union
„Wir wollen die Tempomacher sein“, erklärte Klingbeil zu einem Treffen im sogenannten E6-Format. Darin arbeiten Deutschland, Frankreich, Polen, Italien, Niederlande und Spanien an gemeinsamen Lösungen – zu sechst, und nicht wie üblich mit allen 27 EU-Ländern. „Wir wollen am Ende Lösungen für ganz Europa, immer mit dem Ziel, Europas Souveränität zu stärken“, betonte Klingbeil.