USA
Bürgerrechtsikone Jesse Jackson mit 84 Jahren gestorben
Einer der einflussreichsten Vertreter der US-Bürgerrechtsbewegung ist tot: Der Pastor und Aktivist Jesse Jackson starb am Dienstag im Alter von 84 Jahren, wie seine Familie mitteilte. Sein Glaube an Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und Liebe habe „Millionen Menschen inspiriert“, schrieb die Familie über den Weggefährten von Martin Luther King.
Jesse Jackson im Februar 2013 vor dem Supreme Court in Washington Foto: Chip Somodevilla/Getty Images North America/AFP
Nach Angaben seiner Angehörigen starb Jackson am Dienstag „friedlich im Kreise seiner Familie“. Er hinterlässt seine Frau Jacqueline und sechs Kinder. Seine Familie rief dazu auf, seinen Kampf für die Gleichberechtigung von Afroamerikanern fortzusetzen. Die frühere Vizepräsidentin Kamala Harris würdigte Jackson im Onlinedienst X als „einen der größten Patrioten Amerikas“. Er habe Menschen eine Stimme gegeben, die von Macht und Politik ausgeschlossen waren.
US-Präsident Donald Trump nannte Jackson eine „Naturgewalt“. „Er war ein guter Mann, mit viel Persönlichkeit, Durchhaltevermögen und Lebenserfahrung“, schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. Der Rechtspopulist hatte noch im Januar in einem Interview mit der New York Times behauptet, Weiße würden durch Vorgaben aus der Zeit der Bürgerrechtsbewegung „sehr schlecht behandelt“. Jackson selbst hatte Trump in den vergangenen zehn Jahren wegen dieser Haltung und dessen Abschiebepolitik immer wieder kritisiert.