Ungarn

Schachlegende Judit Polgar will nicht Präsidentin werden

Der Blitzschachzug von Ungarns Premier Peter Magyar entpuppt sich als Schlag ins Wasser: Dankend hat „Schachkönigin“ Judit Polgar sein Angebot abgelehnt, sich vom Parlament zur Präsidentin küren zu lassen. Wegen eingeräumter Kommunikationsfehler gerät derweil der Regierungschef in die Kritik.

Schachgroßmeisterin Judit Polgar sieht sich der ihr angetragenen Aufgabe nicht gewachsen – ein Zugeständnis, das sie im politischen Geschäft schon fast wieder für das Präsidentenamt qualifizieren würde

Schachgroßmeisterin Judit Polgar sieht sich der ihr angetragenen Aufgabe nicht gewachsen – ein Zugeständnis, das sie im politischen Geschäft schon fast wieder für das Präsidentenamt qualifizieren würde Foto: AFP/Peter Kohalmi

Herausforderungen und scheinbar unüberwindlichen Gegnern hatte sich Ungarns lebende Schachlegende Judit Polgar am Schachbrett immer gestellt. Doch drei Tage vor ihrem 50. Geburtstag lehnte die zweifache Mutter den ihr von Premier Peter Magyar angetragenen Karrieresprung zur Staatschefin zu Wochenbeginn höflich, aber bestimmt ab.

Sie fühle nicht, dass sie die „Stärke habe, die historische Verantwortung zur Vereinigung der geteilten Nation zu tragen“, begründete die bislang erfolgreichste Frau der modernen Schachgeschichte in einer über die sozialen Medien am Montagabend verbreiteten Erklärung diplomatisch ihre Absage: „Ich bin nicht in der Lage, diese Bitte zu erfüllen.“

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