Italien
Salvini muss Wahlkampf nach zwei Minuten wegen Pfiffen abbrechen
Ex-Innenminister und Lega-Chef Matteo Salvini wollte im kampanischen Mondragone eine Wahlkampfveranstaltung abhalten. Doch andauernde Proteste in dem sozialen Brennpunkt in der Provinz Caserta, einem Hauptaktionsgebiet der Camorra, führten zum Abbruch der Politshow. Seit Tagen gibt es nach einem neuen Corona-Hotspot heftige Auseinandersetzungen in dem Küstenort, die sich vor den Regionalwahlen Luft machen. In Italien kehrt der politische Alltag zurück.
Salvini wollte Stimmung gegen Ausländer machen – mit breiter Ablehnung hatte er nicht gerechnet Foto: AFP/Filippo Monteforte
Es war wohl die kürzeste Wahlkampfveranstaltung, die Lega-Chef Matteo Salvini je im Lande abgehalten hatte. Bereits nach zwei Minuten wurde sie abgebrochen und Salvini zu seinem Auto zurückbegleitet. Aufgebrachte Bürger des kampanischen Küstenortes Mondragone hatten die Rede des Ex-Innenministers mit Pfiffen und Protestrufen unterbrochen, Wasserflaschen flogen durch die Luft und durchtränkten den rechtspopulistischen Politiker und seine Begleitung.