Ukraine-Krieg

Russland verschärft Strafen für Fahnenflucht und Kapitulation

Wenige Tage nach der angekündigten Teilmobilmachung hat Russland die Strafen für Deserteure verschärft. Präsident Wladimir Putin unterzeichnete am Samstag eine Gesetzesänderung, die zu Zeiten einer Mobilmachung bis zu zehn Jahre Haft für Soldaten vorsieht, die desertieren oder vor dem Feind kapitulieren. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj appellierte unterdessen an die russischen Soldaten, sich zu ergeben. Putin schicke sie wissentlich "in ihren Tod".

Russische Polizisten halten in St. Petersburg Demonstranten fest, die gegen die von Kremlchef Putin angeordnete Teilmobilmachung in Russland für den Krieg in der Ukraine protestieren. 

Russische Polizisten halten in St. Petersburg Demonstranten fest, die gegen die von Kremlchef Putin angeordnete Teilmobilmachung in Russland für den Krieg in der Ukraine protestieren.  Foto: Uncredited/AP/dpa

Putin hatte am Mittwoch eine Teilmobilmachung zur Einberufung von 300.000 Reservisten angekündigt. Die Entscheidung löste in Russland landesweite Proteste aus. "Wir sind kein Kanonenfutter", rief am Samstag eine junge Frau in Moskau, die von Polizisten abgeführt wurde. Insgesamt wurden in 32 Städten mehr als 700 Menschen festgenommen, wie die Organisation OWD-Info mitteilte, die Festnahmen in Russland dokumentiert. Am Mittwoch hatte es sogar fast 1400 Festnahmen gegeben.

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