Sánchez unter Druck
Andalusien-Wahl wird zum Warnzeichen für Spaniens Premier
Für Pedro Sanchez war diese Nacht in Andalusien mehr als nur eine weitere verlorene Regionalwahl. Sie war ein Alarmsignal.
Im Wahlkampf unterstützte Spaniens Premier Sanchez seine Andalusien-Kandidatin Maria Jesus Montero: Seine Sozialdemokraten mussten trotzdem eine bittere Schlappe einstecken Foto: AFP/Cristina Quilcer
Spaniens Premier, der letzte sozialdemokratische Regierungschef in einem großen EU-Land, sieht seine Machtbasis weiter schwinden. In der bevölkerungsreichsten Region Spaniens fuhr seine Sozialistische Arbeiterpartei (PSOE) das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte ein – ausgerechnet dort, wo die Sozialdemokraten jahrzehntelang fast unantastbar waren.
Die konservative Volkspartei (PP) von Regionalpräsident Juanma Moreno gewann die Wahl klar mit 41,6 Prozent. Doch es war ein bitterer Sieg: Die Konservativen verloren ihre absolute Mehrheit. Moreno kam auf 53 Sitze im Regionalparlament in Sevilla – zwei Sitze zu wenig für die absolute Mehrheit und damit für eine Alleinregierung. Die rechtsnationale Partei Vox legte derweil mit 13,8 Prozent leicht auf 15 Mandate zu und wird damit zum entscheidenden Machtfaktor.