Sanktionen
Russische Superjachten flüchten aus Spanien
Russlands Oligarchen versuchen in Spanien, ihre Reichtümer in Sicherheit zu bringen. Binnen weniger Tage verließen mindestens zwei Superjachten russischer Milliardäre ziemlich überstürzt den Mittelmeerhafen in Barcelona. Darunter das 139 Meter lange Luxusschiff „My Solaris“ von Roman Abramowitsch, dem Besitzer des britischen Champions-League-Gewinners FC Chelsea. Es nahm, wie zuvor schon andere russische Riesenjachten, Kurs auf den Mittelmeerstaat Montenegro, der nicht zur EU gehört.
Weniger Glück hatte der russische Oligarch Alexej Mordaschow: Dessen „Lady M“ wurde bereits in Italien beschlagnahmt. Foto: Andrea Bernardi/AFP
Wochenlang lag die erst 2021 vom Stapel gelaufene „Solaris“ im Hafen Barcelonas, wo sie in einer Werft für die Sommersaison auf Hochglanz gebracht wurde. Mit ihren acht Decks, mehreren Pools, Jacuzzis und einem Heliport ist sie eine der größten und teuersten Privatjachten der Welt. Als Mitte der Woche durchsickerte, dass Großbritannien gegen Abramowitsch Sanktionen verhängen und sein gesamtes Vermögen einfrieren werde, verschwand das 500-Millionen-Euro-Schiff plötzlich. Ob Abramowitsch an Bord war, ist unbekannt.