Großbritannien

Rund ein Dutzend Männer und Frauen streben Boris Johnsons Nachfolge an

Zu den Anzeichen für die unablässig schwindende Autorität Boris Johnsons als Premierminister gehörte nicht zuletzt die Offenheit, mit der konservative Kabinetts- und Fraktionsmitglieder ihre Ambitionen auf die Nachfolge erkennen ließen. Das gehört normalerweise zu den Tabus einer Politik-Szene, in der nach außen gezeigte Loyalität (und geschickte Doppelzüngigkeit) als hohe Tugend gilt. Allerdings konnte sie der notorisch illoyale Amtsinhaber kaum einfordern, ohne Hohngelächter zu ernten.

Rishi Sunak

Rishi Sunak Foto: Aaron Chown/PA Wire/dpa

Nach Johnsons Rücktrittsankündigung dürften rund ein Dutzend Frauen und Männer an die Startlinie gehen, um „First Lord of the Treasury“ zu werden, wie der Titel des Premiers offiziell lautet. Den Statuten der Tory-Party zufolge wählt die Unterhaus-Fraktion so lange, bis zwei Kandidat(inn)en übrigbleiben. Diese müssen sich der Urwahl durch die derzeit rund 200.000 Parteimitglieder stellen. Der oder die Neue dürfte deshalb erst im Herbst, wohl Anfang Oktober, feststehen.

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