Russland
Putins Faustpfand für einen Auftragskiller
In Jekaterinburg, fern von Moskau, steht der US-Journalist Evan Gershkovich wegen angeblicher Spionage vor Gericht. Ein Schuldspruch gilt als sicher, dürfte ihn aber näher zu einem Austausch bringen.
Der wegen Spionage angeklagte US-Journalist Evan Gershkovich blickt vor einer Anhörung im Jekaterinburger Bezirksgericht Swerdlowsk am 26. Juni 2024 aus einem gläsernen Angeklagtenkäfig heraus Foto: AFP
Den Kopf kahl rasiert, die Arme verschränkt, ein kurzes Lächeln huscht über sein Gesicht. So steht Evan Gershkovich am Mittwochmorgen in einer Glasbox des Swerdlowsker Gebietsgerichts in Jekaterinburg, etwa 1.800 Kilometer östlich von Moskau entfernt. Sagen darf der 32-jährige US-Korrespondent nichts, es ist nur das Klicken der Fotoapparate zu hören. Nur wenige Minuten geben Gerichtsdiener einigen Fotografen und Kameraleuten, um den aus Moskau hierhergekarrten Journalisten zu filmen. Die kurze Sitzung findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.