Russland
Putin heißt Mörder, Cyberkriminelle und Spione willkommen
Der Gefangenenaustausch zwischen Russland und dem Westen rettet einigen russischen politischen Gefangenen das Leben. Und er zeigt einmal mehr, mit welcher Kaltblütigkeit das Regime Putin seine Ziele verfolgt.
Der Präsident tanzt mit Ehrenspalier an, für den Empfang eines verurteilten Mörders Foto: AFP/Kirill Zykov
Wie der Staat, so seine Helden: Als am Donnerstagabend die Maschine aus Ankara am Moskauer Flughafen Wnukowo landet, rollt der Kreml den acht Männern und Frauen sowie zwei Kindern den roten Teppich aus. Die Ehrengarde steht bereit. Moskau heißt seine Mörder, Spione, Cyberkriminelle willkommen. Sie hätten die „Pflicht an ihrem Heimatland“ erfüllt, wird Russlands Präsident Wladimir Putin später im Kreise der Heimgekehrten sagen und ihnen Orden versprechen. Höchstpersönlich war er hierher geeilt, steht mit Blumen an der Gangway. Das russische Staatsfernsehen überträgt live. Ein staatlicher wie stattlicher Empfang für all die, die Gerichte in Deutschland, den USA, Slowenien, Norwegen und Polen wegen teils schwerster Verbrechen zu jahrelangen Haftstrafen verurteilt hatten.