EU-Parlament

Postengeschacher und Stellenvermehrung

Nächsten Montag endet die Bewerbungsfrist für die zentrale Schaltstelle der über 8.000 Köpfe zählenden EU-Parlamentsbürokratie. Eigentlich kein Grund für Aufregung. Präsidentin Roberta Metsola will einen ganz normalen „Generationenwechsel“. Doch vieles deutet auf einen unschönen Hinterzimmer-Deal.

Zur Neubesetzung des Postens des abtretenden Generalsekretärs des Europäischen Parlaments, Klaus Welle, wurden offenbar Hinterzimmer-Deals abgeschlossen

Zur Neubesetzung des Postens des abtretenden Generalsekretärs des Europäischen Parlaments, Klaus Welle, wurden offenbar Hinterzimmer-Deals abgeschlossen Foto: Editpress/Didier Sylvestre

Die Europäische Union lässt in diesen Tagen kaum ein Fettnäpfchen aus, um Vorurteile zu bestätigen und Aversion gegen „die in Brüssel“ zu bestärken. Während in ganz Europa Notfallpläne geschmiedet werden, um die Menschen angesichts steigender Preise vor dem sozialen Abstieg zu bewahren, können sich die EU-Bediensteten auf eine satte 8,6-prozentige Gehaltserhöhung freuen. Der vollständige Inflationsausgleich ist in den einschlägigen Besoldungsordnungen verankert. Das trifft indes zusammen mit einer wundersamen Stellenvermehrung samt unappetitlichem Postengeschacher.

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