Wahlen
Populisten, Orban-Freunde, Putin-Fans: Italien steht vor einem Rechtsruck
Italien wählt am Sonntag ein neues Parlament. Alles deutet darauf hin, dass die Rechten um die Nationalistin Meloni einen klaren Sieg feiern. Dies kann eine Zäsur für das Land werden. In Europa ist man besorgt – auch wegen Kommentaren zum Ukraine-Krieg und Russland.
Die von der Europäischen Volkspartei (EVP) unterstützte „Forza Italia“ von Silvio Berlusconi dient den Postfaschisten von Meloni und Rechtspopulisten von Salvini als Steigbügelhalter Foto: AFP/Filippo Monteforte
„Mache ich euch Angst?“, fragt Giorgia Meloni von der Bühne herab in die Menge. „Nein!“, schreien die Leute auf der Piazza del Popolo in Rom. Meloni lächelt. Dann wird auch sie lauter und zählt auf, warum nicht ihre Anhänger, aber viele andere Landsleute und vor allem Europa mit großen Sorgen den Wahlen am Sonntag entgegenblicken. Das Rechtsbündnis rund um Meloni ist klarer Favorit, nur noch eine Riesenüberraschung kann den Sieg verhindern. Mit den Populisten, Nationalisten, Orban-Freunden, Putin-Fans, EU-Skeptikern, Law-and-Order-Politikern, Migrationsbekämpfern, Abtreibungsgegnern und LGBT-Feinden steht das Land vor einem harten Richtungswechsel.