Montenegro
Politische Dauerkrise dürfte sich nach Parlamentswahl fortsetzen
Montenegros erste Parlamentswahl nach dem Ende der Ära von Ex-Dauerregent Milo Djukanovic hat dem bürgerlichen Parteineuling PES den erwarteten Sieg, aber keine klare Mehrheit beschert. In Podgorica wird ein mühsamer Koalitionspoker erwartet: Die Fortsetzung der Dauerkrise zeichnet sich ab.
Dem Wahlsieger Milojko Spajic (Mitte) stehen in Podgorica schwere Koalitionsverhandlungen bevor Foto: Savo Prelevic/AFP
Weder hupende Autokolonnen noch ausgelassene Siegesfeiern störten die Ruhe in Montenegros ungewohnt stiller Wahlnacht. Nur die Helfer des mit 25,6 Prozent der Stimmen siegreichen Parteineulings „Europa Jetzt“ (PES) fackelten vor dessen Wahlstab in Podgorica pflichtschuldig ein kurzes Feuerwerk ab. „Niemals ruhigere und weniger Wähler“, vermeldete zu Wochenbeginn das Webportal der Zeitung Vijesti.