Großbritannien
Möglicher Nachfolger von Premier Starmer bringt sich in Stellung: Andrew Burnham will zurück ins Unterhaus
Großbritannien wird die kommenden Monate mit der Suche nach einem neuen Premierminister verbringen – nicht etwa, weil schon wieder eine Unterhauswahl bevorsteht, sondern weil die Regierungspartei Labour ihren Chef Keir Starmer auswechseln will.
Andy Burnham, der Bürgermeister von Greater Manchester Foto: Jon Super/AP/dpa
Bei den Kommunal- und Regionalwahlen erlitt Labour vergangene Woche eine verheerende Schlappe, verlor mehr als 1.500 Mandate und die Mehrheit im walisischen Senedd, einer einstigen Partei-Hochburg. Eine als wegweisend angekündigte Rede des Premiers am Montag brachte keine Wende, vielmehr verließen eine Reihe von Staatssekretärinnen die Regierung. Am Donnerstagmittag folgte ihnen einer der Rivalen um die Krone, Gesundheitsminister Wesley Streeting, mit brutaler Kritik an Starmer: Dieser biete „Dahindümpeln statt Führungskraft“, ein Vakuum statt einer Vision.
So vorhersehbar die Demission des hochehrgeizigen 43-Jährigen war, so überraschend kam der Rückzug von Joshua Simons aus dem Unterhaus. Den Schritt kennzeichnete der junge Abgeordnete für Makerfield im Großraum Manchester ausdrücklich als positiv: Er wolle den Weg freimachen für den amtierenden Bürgermeister der nordenglischen Metropole. Prompt meldete sich Andrew Burnham wenig später zu Wort und kündigte seine Kandidatur an.