Neue Daten
Politisch motivierte Kriminalität hat in Deutschland einen neuen Höchststand erreicht
Extremistische Straftaten haben ein Rekordhoch erreicht, wie neue Daten zu politisch motivierter Kriminalität in Deutschland zeigen. Innenminister Dobrindt betont den Anstieg linksextremistischer Taten – die trotzdem noch weit hinter denen von rechts zurückbleiben.
Linksmotivierte Gewaltdelikte haben letztes Jahr stark zugelegt, jedoch sind rechtsextremistisch motivierte Straftaten „mit Abstand“ der größte Bereich geblieben Foto: dpa/Annette Riedl
Auf der vergrößerten Darstellung, die Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) am Dienstag in die Höhe hält, steigen die Zahlen zu rechts- sowie linksextremistischer Gewalt seit Jahren stetig an. Mit einem Kugelschreiber zeigt er auf den aktuellen Stand von 2025: Die linksextremistisch motivierten Fälle haben demnach stark zugenommen, aber die Lücke zu den rechtsextremen Taten bleibt groß.
Die Fallzahlen der politisch motivierten Kriminalität (PMK) sind 2025 auf 85.837 Straftaten (2024: 84.172) leicht gestiegen und haben damit ein Rekordhoch erreicht. Das zeigt die in Berlin vorgestellte Statistik des Bundeskriminalamts (BKA). Die Taten werden einer Kategorie zugeordnet, wie zum Beispiel rechts, links, religiöse oder auch ausländische Ideologie. Die Hälfte der Taten (42.544) wurde aus rechtsextremer Motivation begangen. Damit bleibe „der Rechtsextremismus weiterhin der Phänomenbereich mit dem höchsten Anteil an Straftaten“, fasst es Dobrindt zusammen.