„Ich werde es wieder versuchen“
Perspektivlose Marokkaner, Tunesier und Algerier und ihr gefährlicher Traum von der EU
Die Flüchtlingskrise in Ceuta ist auch trotz einer Massenabschiebung nach Marokko nicht vorbei. Versuche, die Grenze zu überwinden, gibt es weiterhin. Vor der Küste Tunesiens starben derweil 50 Menschen.
Ein spanischer Grenzschützer rettet ein Neugeborenes aus dem Mittelmeer Foto: AFP/Handout/Guardia Civil
„Ich werde es wieder versuchen“, sagt Youssef, der gerade von Spaniens Polizei nach Marokko abgeschoben wurde. „In meinem Land habe ich keine Zukunft.“ Der 20-Jährige stammt aus Tanger, 70 Kilometer von Spaniens Nordafrika-Besitzung Ceuta entfernt. Als er hörte, dass Marokkos Gendarmen die Wassergrenze zur Küstenstadt Ceuta nicht mehr bewachen, fuhr er per Taxi zur marokkanischen Seite des Sperrzauns, sprang ins Wasser und schwamm zum spanischen Territorium.