Russland

Peking diktiert die Regeln seiner Freundschaft mit Moskau

Wladimir Putin und Xi Jinping brauchen einander. Verbündete aber wollen sie nicht sein. Zu hoch ist ihnen das Risiko. Der russische Präsident soll nach Angaben Chinas an diesem Donnerstag nach Peking reisen.

Großer Bruder und kleiner Bruder: Xi Jinping und Wladimir Putin wollen sich an diesem Donnerstag in China sehen

Großer Bruder und kleiner Bruder: Xi Jinping und Wladimir Putin wollen sich an diesem Donnerstag in China sehen Foto: AFP/Vyacheslav Oseledko

Eine „Freundschaft ohne Grenzen“ wollen sie pflegen, auch wenn die Hindernisse zwischen Moskau und Peking klar auf der Hand liegen. Es ist China, das Russland seine Bedingungen dieser Freundschaft diktiert. Einfach, weil es das kann. Moskau biedert sich seinem Nachbar, mit dem es eine mehr als 4.000 Kilometer lange Grenze teilt, zwar seit Langem als „brat“ – Bruder – an, wie die Russen sagen. Das Chinesische aber macht allein schon bei den Begrifflichkeiten für „Bruder“ einen Unterschied. Peking ist der „gege“, der große Bruder, Moskau ist der „didi“, kleiner Bruder. Seit der russischen Invasion in der Ukraine zeigt sich das so deutlich wie nie zuvor.

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