Syrien
Parlamentswahlen inmitten einer schweren Wirtschaftskrise
Vor dem Hintergrund einer sich zuspitzenden Wirtschafts- und Währungskrise bereitet sich Syrien auf die Parlamentswahl an diesem Sonntag vor. Rund 2.100 Kandidaten bewerben sich um die 250 Sitze im Volksrat in Damaskus.
Machthaber Baschar al-Assad tritt zwar nicht zur Wahl an, hat aber das größte Plakat Foto: AFP
Echte Oppositionskandidaten gibt es nicht – ein starkes Ergebnis für die Baath-Partei des seit 20 Jahren regierenden Machthabers Baschar al-Assad gilt als garantiert. Gleich mehrere Kandidaten sind mit internationalen Sanktionen belegt. Wegen der Corona-Pandemie war die ursprünglich für April angesetzte Wahl bereits zwei Mal verschoben worden. Es handelt sich um den dritten Urnengang seit Beginn des Bürgerkrieges 2011. Anders als bei den vergangenen Wahlen stehen im neunten Jahr des Konflikts im Wahlkampf nicht mehr Sicherheitsfragen im Fokus, sondern der wirtschaftliche Wiederaufbau des Landes.