Deutschland

Panzer für die Ukraine: Berlin tut sich schwer mit dem Ringtausch

Seit drei Monaten will Deutschland die Bestände von Partnern mit Panzern auffüllen, wenn diese alte Sowjetmodelle an die Ukraine liefern. Doch der Ringtausch funktioniert nicht. Nun verstärkt sich der Druck aufs Kanzleramt, direkt deutsche Kampfpanzer abzugeben.

Ein Flugabwehrpanzer vom Typ Gepard fährt auf einem Truppenübungsplatz: Noch bis Ende des Monats will Deutschland die ersten Panzer dieser Art in die Ukraine bringen

Ein Flugabwehrpanzer vom Typ Gepard fährt auf einem Truppenübungsplatz: Noch bis Ende des Monats will Deutschland die ersten Panzer dieser Art in die Ukraine bringen Foto: Maurizio Gambarini/dpa

Drei Monate ist es nun her, dass Bundeskanzler Olaf Scholz das neue Ringtausch-Verfahren für die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine auf den Weg brachte. Danach sollen andere Staaten ihre Panzer sowjetischer Bauart an die Ukraine liefern, weil sich die ukrainischen Soldaten damit auskennen würden und Ersatzteile hätten. Im Gegenzug würde Deutschland die Bestände der Lieferländer mit schweren Waffen aus Deutschland auffüllen. Darüber verhandelte die Regierung daraufhin mit Polen, Tschechien, der Slowakei, Slowenien und Griechenland. 13 Wochen später haben diese Länder zum Teil große Mengen an die Ukraine geliefert. Aus Deutschland bekamen sie bislang – nichts.

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