Österreich/Ungarn

Orban wischt in Wien Kritik an Nazi-Sprüchen vom Tisch

Er sei weder Antisemit noch Rassist, beteuert Ungarns Premier Viktor Orban in Wien und „entschuldigt“ einschlägige Verbalinjurien mit einem Hang zur Missverständlichkeit.

Ungarns Regierungschef Victor Orban (l.) mit dem österreichischen Kanzler Karl Nehammer vor einer Pressekonferenz

Ungarns Regierungschef Victor Orban (l.) mit dem österreichischen Kanzler Karl Nehammer vor einer Pressekonferenz Foto: Alex Halada/AFP

Karl Nehammer (ÖVP) hat sich lange bitten lassen. Erst am Mittwoch nahm der Bundeskanzler nach einer Aufforderung des Auschwitz-Komitees zur Rede Stellung, mit der Orban am Samstag im rumänischen Baile Tusnad für Empörung gesorgt hatte, weil er darin gegen migrationsbedingte „Rassenvermischung“ Stimmung und mit Blick auf die Gasversorgungskrise eine geschmacklose Nazi-Anspielung auf „deutsches Know-how von früher“ gemacht hatte. Die Aussagen seien „natürlich zu kritisieren“, sagte Nehammer und versprach, dies Orban auch bei dessen Besuch in Wien am Donnerstag ins Gesicht zu sagen.

Jetzt kostenlos testen: Ihr persönlicher 24-Stunden-Zugang

  • Zugang zu allen Online-Artikeln
  • E-Paper auf tageblatt.lu und in der App

Sie haben bereits ein Konto ? Melden Sie sich hier an.

Das könnte Sie auch interessieren