Pjöngjang

Nordkorea feuert rund zehn Raketen in Richtung Japanisches Meer

Nordkorea hat nach Angaben des südkoreanischen Militärs rund zehn ballistische Raketen ins Meer abgefeuert. Die Starts erfolgen während gemeinsamer Militärübungen der USA und Südkoreas.

Test von ballistischen Raketen in Nordkorea, aufgenommen von der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA am 27. Januar 2026

Die von der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA am 27.01.2026 zur Verfügung gestellte Aufnahme zeigt nach Angaben von KCNA den Test von ballistischen Raketen an einem nicht genannten Ort Foto: Uncredited/KCNA/KNS/dpa

Nordkorea hat am Samstag nach Angaben des südkoreanischen Generalstabs etwa zehn Raketen in Richtung Meer abgefeuert. Die südkoreanische Armee habe „rund zehn nicht identifizierte ballistische Raketen“ entdeckt, die „gegen 13.20 Uhr (Ortszeit, 05.20 Uhr MEZ) vom Gebiet Sunan in Nordkorea in Richtung Ostmeer gestartet wurden“, teilte der südkoreanische Generalstab unter Verwendung der koreanischen Bezeichnung für das Japanische Meer mit.

Südkorea hält seit Montag seine jährlichen Militärübungen mit den USA ab. Die Führung in Pjöngjang hatte kürzlich mit Blick auf das Manöver mit „schrecklichen Konsequenzen“ gedroht.

Die Ankündigung des südkoreanischen Generalstabs erfolgte wenige Stunden nachdem Südkoreas Ministerpräsident Kim Min-seok ein mögliches baldiges Treffen von US-Präsident Donald Trump mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un angedeutet hatte. Der südkoreanische Regierungschef, der Trump in Washington getroffen hatte, berichtete, Trump habe ihm gegenüber gesagt, ein Treffen mit Kim Jong Un „wäre gut“ und „es könnte passieren, wenn wir dieses Mal nach China reisen, oder auch nicht“. Trump will vom 31. März bis zum 2. April nach China.

Nordkorea verfügt Experten zufolge über dutzende nukleare Sprengköpfe und hat in der Vergangenheit wiederholt bekräftigt, diese trotz internationaler Sanktionen zu behalten. 2006 führte Pjöngjang seinen ersten Atomtest aus. Das weitgehend isolierte Land argumentiert, dass es Atomwaffen zur Abschreckung gegen eine angebliche militärische Bedrohung durch die USA und mit ihr verbündeter Staaten benötige.

0 Kommentare
Das könnte Sie auch interessieren